Kommunalwahl SPD Bruchsal

Stellungnahme der SPD-Fraktion zum Schulbericht 2014 (von Anja Krug)

Gemeinderatsfraktion

Schule bewegt –  in der Vergangenheit. Wahrscheinlich ist es auch für manchen in diesem Gemeinderat eines der Themen, das ihn oder sie am meisten umtreibt. In den letzten Jahren hat sich in der Bildungslandschaft viel bewegt – auch bei uns in Bruchsal: innerhalb der letzten 5 Jahre wurde die Joß-Fritz-Grund- und Realschule eröffnet, der Ganztagsbetrieb im Schönborngymnasium aufgenommen, das JKG Versuchsschule für G 8 plus, die Konrad-Adenauer-Schule Gemeinschaftsschule und eine enge Kooperation mit dem Ziel der Inklusion zwischen Stirum- und Pestalozzischule aufgenommen. Zu diesen Erfolgen im Schulbereich kommen aber auch bittere Momente: Die Hauptschulen in Heidelsheim und Obergrombach wurden trotz ihrer guten Arbeit wegen zurückgehender Schülerzahlen mit einem Aufnahmestopp belegt.

Schule bewegt – jetzt und heute. Der gewohnt hervorragend aufbereitete Schulbericht bilanziert den Ist-Zustand an den Bruchsaler Schulen. Wir danken Herrn Rapp und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Schulamts für ihre gute Arbeit!

Die Schülerzahlen gehen leicht zurück, bleiben aber über dem Landestrend – das freut uns, zeigt es doch auch die Attraktivität unserer Bildungseinrichtungen. Im neuen Schuljahr wird es spannend sein zu beobachten, wie sich die Anmeldungen an der ersten Bruchsaler Gemeinschaftsschule, die vier Jahre nach der ersten Forderung durch die SPD endlich Wirklichkeit wird, entwickeln werden. Hier bleibt es eine Aufgabe für uns als Schulträger diese Schule so auszustatten, dass sie einer neuen Lehr- und Lernkultur gerecht werden kann. Die Gemeinschaftsschule ist keine Ersatzhauptschule, wie sie von vielen gesehen wird. Sie ist eine eigene Schulform, die neue Arbeitsformen einfordert, die wir auch als Schulträger räumlich gestalten müssen.

Unsere beiden Gymnasien haben unterschiedliche Schwerpunkte: Dem Schönborngymnasium wurde durch den Bau der Mensa durch den Gemeinderat die Möglichkeit für die Umsetzung eines offenen Ganztagsbetriebs genehmigt, am JKG hat sich der Wunsch, in das G8-plus-Programm der Landesregierung aufgenommen zu werden, erfüllt. Diese Schwerpunkte werden sich sicher auch auf das Anmeldeverhalten künftiger Fünftklässler in den nächsten Tagen auswirken. Wir wollen in Bruchsal keine Pforzheimer Verhältnisse, sondern zwei leistungsfähige städtische Gymnasien.

An der Joß-Fritz-Realschule startet ein bilingualer Bildungszug, der einen neuen Weg in unserem differenzierten Bruchsaler Bildungsangebot eröffnet. Vielleicht ergeben sich hier auch Kooperationsmöglichkeiten mit unserer walisischen Partnerstadt Cwmbran hinsichtlich Austausch und Praktika. Der Gemeinderat hat weiterhin die Aufnahme eines Ganztagsbetriebes an der Hebelschule beschlossen. Wir bedauern sehr, dass die Genehmigung seitens des Regierungspräsidiums noch aussteht und wir als Schulträger so keine Planungssicherheit für die dringend benötigte Ganztagsgrundschule in der Kernstadt geben können. Hier hoffen wir alsbald auf einen positiven Bescheid.

Das Thema „Schule“ wird sicher auch bei den nächsten Kommunalwahlen ein wichtiges sein. Wir hoffen sehr, dass es gerade im Hinblick auf das erstmals mögliche „Wählen ab 16“ aufgegriffen wird und in den Schulen durch motivierende Aktionen die Aufmerksamkeit darauf gerichtet wird. Es wäre schön, wenn auch im neuen Gemeinderat sich wieder viele Mitglieder für dieses Thema begeistern könnten.

Schule bewegt – auch in Zukunft. Vor Bruchsal als Schulstadt stehen spannende Aufgaben. Der Gemeinderat muss künftig Lösungen für die Optimierung der Sprachförderung finden, um Chancen fairer zu verteilen – gerade bei den Kindern, die es wie der Armutsbericht der Bundesregierung deutlich macht, ohnehin schwerer haben. Kulterbund und andere Akteure leisten hier bereits eine hervorragende Arbeit, für die wir sehr dankbar sind. Jedoch muss hinsichtlich der Sprachförderung besonders die Vernetzung Schule und Kindergarten verbessert werden.

Auch die Inklusion behinderter Kinder wird uns vor neue Herausforderungen stellen. Hier müssen vor Ort praktikable Lösungen gefunden werden, die den Bedürfnissen der Betroffenen so weit wie möglich gerecht werden.

Praktikable und pragmatische Lösungen braucht es auch für die Mittagessensversorgung und -betreuung an unseren Grundschulen, die einen wichtigen Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf darstellt. Bis 2023 sollen 70 Prozent aller Grundschulen nach dem Willen der Landesregierung Ganztagsbetrieb ermöglichen – da bleibt viel zu gestalten. Dies gilt auch für die Mulitmediaausstattung an den reinen Grundschulen, da dies im künftigen Bildungsplan eingefordert werden wird. Auch hier haben wir als Schulträger zu tun.

Eine Frage der nächsten Jahre wird auch sein, wie wir mit den durch den Wegfall der Hauptschulen in Heidelsheim und Obergrombach frei werdenden Räumen verfahren. Dabei müssen kluge Nutzungskonzepte entwickelt werden.

Ein Herzensthema ist für uns auch eine strukturelle Verbesserung im Bereich des Schulsports. Unsere Schülerinnen und Schüler brauchen Bewegungsangebote. Daher fordern wir zum wiederholten Mal den Bau einer Schulsporthalle.

Schule bewegt – ehrlicherweise ständig. Wir danken allen, die mitbewegen: im Unterricht, bei der Betreuung, beim administrativen Teil in den Ämtern. Sie alle arbeiten daran mit, Zukunft für Kinder und Jugendliche zu gestalten, Chancen zu verteilen und Wege zu ebnen. Vielen Dank dafür. Die SPD-Bericht nimmt den Bruchsaler Schulbericht gerne zur Kenntnis und freut sich weitere Bewegung im Schulbereich!

 
 

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